ent zwei

Von Hans-Joachim Kuhn.

ent zwei

das wort mir zerbrochen
dem rann die träne am kleid herab … komm
ungesagtes steig aus dem eulen-
gewölle

steig aus der fähenspur
brustwärts ins rotgefärbte sprachest du nicht
samenkorn lagest in stiller mauerfuge
silbenzählig in aschener
haut
zähle sie mit gespreizter
hand zähle die farben kahlgeschoren
das blau farbenblind gehe zum
puls-
schlag und zähle die schläge
halte das ohr ans herzwort augengesplittert
sind wir sind atem der schläft sich
zum wachen sturm sei erster schabe den
sinn
mit tönerner scherbe
schabe und zähle schweige nicht
wie die namenlosen im stirn-
gesträuch
auf allen spiegeln sprachloser
schlaf befahre das fremde im klanglos des
stimmbruchs im sprechgesang
schwinge den brechstein schwinge ich
höre es

bersten das schlusswort
schlägt seinen namen dir ins gesicht
vergessen im wein ins lippen-
stumm
fällt dir der rote zungen-
stein

© 2020 Hans-Joachim Kuhn
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