Alles für die Katz

Von Ellen Marion Maybell

Es ist doch alles nur für die Katz.
Und nur für die eine.
Und die ist auch noch meine.
Wenn Sie verstehn,
was ich meine.
Man hat eben immer
nur eine –
zu haben –
für lüsterne Gaben.
Wir lüsternen Knaben

Dabei will ich doch alle Katzen der Welt.
Weil mir einfach jede Katze gefällt.
Beim Streunen – in der Nacht.
In der Dunkelheit sind sie schnell
um die scharfen Krallen gebracht.
Dabei seh ich sie nicht so genau.
Bei Nacht sind alle Katzen grau

Passiert auch am TACH,
auch da wird es schwach,
das schwache Geschlecht.
Na, mir ist es recht.

Und dann woll’n die auch
wieder nur die EINE – sein.
Scheiß auf die Königin.
Da sage ich: NÖ.
Da sage ich NEIN.

Die hab ich ja schon, die Eine.
Wenn Sie schon wieder mal verstehn,
was ich so meine.

Und der schleuder ich
mein ganzes Innenleben
raus.
Oder besser: rein.
Und was sagt die Kleine, die eine, die meine.
Das Übliche: NEIN.
Kannste vergessen.
Du kommst mir nicht mehr aus dem Haus.
Zu Haus wird gegessen.

Wir Rumpelheinis
wollten ja ständig immer nur das EINE.
Na ja, Sie verstehn schon wieder,
was ich so meine.
Da ist man doch besser
gleich ganz alleine.
Ist doch alles Scheibenkleister.
Immer diese Lockungen
für uns Überrumpler,
Aufreißer- Meister.

Ich bin ja zu allem bereit.
Ja gut. Auch zu zweit.
Ich bin eh nicht gescheit.
Aber ständig diese Stoßseufzer
und diiiiiiiiese Müdigkeit.
Lange her – das Fell weit und breit.
Und zu allem bereit.
Getrenntes KATERKLO.
Ehe-Gedöns – WATER-LOO.
Was für ne Ewigkeit.

Mann, war die am Anfang scharf.
Ging ihr in die Falle.
Heute zeigt sie mir die Kralle
und faucht, dass ich nicht darf.

Nennt mich MICKER.
Und sie – Micker-Gräne
Was hatte die früher für Sammetpfoten
und – nota bene – sonne Beene.

Hätte auch keine Lust mehr
aufen großen Wurf.
Doch Kurven soll ich nicht kratzen.
Mensch, da könnste doch platzen.
Überdimensionierte Rolligkeit – Gottchen – schlurf.

Diese Knuffel-Knall-Charge.
Nix mehr drin in der Marge.
Nennt mich schnurrend
umstreichend: Schatz.
Heuchel-Trina.
Es ist doch alles nur für die Katz.

Die treiben einen doch um die Ecken
zum Lümmel-Verstecken.
Zum Trauma-Verschleudern.
Wie und wo und wann soll man denn – bitte –
seinen Stau-Raum
angestaut und
bis zum Ranzen versaut
anders vergeudern.

Nur an die richtige Eine?
Ja, ja, ich denk schon,
Sie verstehn,
was ich meine.

Jetzt kucken Sie doch nicht so entsetzt.
Wissen Sie denn immer,
wo Ihr EINER rumhängt
und sich die Tüte abwetzt……..

…hab ich gerne gemacht……
gerne gepetzt…..

© 2021 Ellen Marion Maybell
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