Rote Sterne

Von Valérie Baum

Der Tag der einsam und im Grau verrinnt
Schlägt in dem wunden Herzen eine Wunde
So wie ein schlurfender Wurm vergeht die Stunde
Wenn Freundes Freunde nicht beisammen sind

Das Jahr ist neu, der Tag schon alt mit Bart
In allem webt der Sinn der Traurigkeit
In einem Wipfel eine Dohle schreit
Die Schneefrau ist von selten edler Art

In großen Fenstern kleine Sterne glühen
Man hat gehofft die Seele zu erfreuen
Die Sterne in dem trüben Inneren vergehen

Mensch liebt die Sterne doch bei Nacht von Neuem
Und möchte sie als kleinen Spiegel sehen
Als Zeichen der Lebendigkeit im Treuen

© 2021 Valérie Baum
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