Prinzessin Turandot

Von Ellen Marion Maybell

Es war einmal,
so dachte sich Lessing,
den Kopf voller Dressing
des suffigen Schnaps
und dachte an Straps.
Na ja, vielleicht klapps….
Ich ließ die Galotti
nicht nur mit Pluder-Sarotti
in seinem Lustschloss allein,
sondern puffte se gleich
mit Marinelli
und anderen Bübchen
in deren Burgen und Stübchen
zum Lustspielen ein.
Oder als GRÄCE von Kelly
im Kalender Pirelli
mit der Mätresse Orsina,
nah Protofina,
direkte nach China….
Ganz großes Kina.
Das müsste schon sein.
Als Alternativen
für sone Diven.
Schau auf die Herzen,
wie sie triefen und schniefen.

Ich seh schon das Grinsen
des Kammerherrn Prinzen…
Keineswegs hässlich
und auch nicht unerlässlich…..

Und gäbs
dem Appiani,
weich gezeichnet Tiziani,
fein gepinselt ins Ohr.
Und dann ist das ab.
So was kommt vor.

Oder ab auf die Bühne
als Prinzessin Turandot
oder als blond-flotte BÜNE,
BRIGITTE BARDOT.
Ich denk, so soll’s sein.
Auch auf Wände aus Lein.

Prinzessinnen
brauchen nun mal Scheinwerferlicht.
Hinter Hecken aus Dornen blühen sie nicht.
Sie blühen erst auf
durch den auf dem Pferd.
Alles Arschgeigen.
Wie sich’s gehört.
Heiß und begehrt.

Hätten so viel Entsagung gelitten.
Da, juuch, kommt schon einer angeritten.
Auf nem Gaul.
Vielsagend
der Schmachtende –
auf’s STICH-Wort, kein bisschen faul.
Immer ran ob der Prinzess‘ Naivität.
Son Reitersmann weiß eben,
dass immer was geht.

Fragen wir den Frosch.
Wie – bitte – dringt man
zu einem stattlichen Prinzen – dosch.

Gib dir die Kugel,
die Kugel aus Gold,
oder GOOGLE,
wie man sich wacker
son Wackermann holt.

Aber schau nicht in den Brunnen,
auch nicht geschwind.
Da liegen die nicht,
da liegt nur das Kind,

das dauernd in denselben fällt.
PLUMPSE gibt’s eben mehr
als Prinzen auf der Welt.

Dann lieber verwunschen
und weit hinterm Berg.
DER und dich retten,
so ein Pinscher, ein Zwerg.

Den kannste haben. Sind breit gestreut.
Prinzen? Gibt’s nicht.
Bau dein Schloss selber
und mach dir a Freud.

© 2021 Ellen Marion Maybell
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