Bretter, die die Welt bedeuten

Von Ellen Marion Maybell

Bretter, die die Welt bedeuten.
Hört man ach so ofte läuten.
Ja, die sind‘s, die viel bedeuten.
Und das bedeutet,
wenn es läutet
und der Vorhang, der geht UFF,
stehste immerhin mal DRUFF.
Musst aber brettern, ziemlich schwer.
Sonst biste nicht mal IRGENDWER.
Kein Klettern in die obern Ränge.
Gewürgsgewelsch hat zu viel Länge.

Und ists ne Betterbude,
klein,
gehört man nicht dazu.
ehr nein.

Das Brett vorm Kopp,
so ganz salopp,
ist der Brenner nicht,
der TOP.

Wir sind ja alle nicht BRETT PITT,
Nicht alle schön. Das nimmt ein‘ mit.
Ermessen und für schön befunden
leucht‘ nicht jeder Sternenstunden.

Ganz deutlich,
wenn nix zu hör’n und nix zu sehn.
Nützt das nix.
Nur bretterschön.

Oder Mary, die Monroe
So geht das auch nicht. No, no go.

Keinen Deut von dem Geläut.
Bedeutungshoheit
sehn die Leut.

Da hört dann keine Sau was läuten.
Da könn‘ auch Bretter nix bedeuten.
Wie das geht, das kann man hören
bei deutungslosen Schwadroneuren.

Ich sags in aller Deutlichkeit.
Deutlich reden.
Das bringt weit.
Nicht nur angehaucht gedeutet,
man ist schnell RUMMS und ausgeläutet.

Und nicht gestikulativ.
So was geht genauso schief.
Und kein Rudern mit den Armen.
Oh Untergang, oh Gott Erbarmen.
Erbarmungslos und schief-gelacht.
So was nennt man dann: Gut Nacht.

Stehn Sie drin nicht in der Zeitung.
Sind Sie eins nur: Un-Bedeutung.
Sind Sie nicht bedeutungsschwer.
Sind Sie keiner.
Nimmermehr.

Sagen auch die Sternendeuter,
Brettern kann nicht jeder Kräuter.
Sagen die: Sie werd‘n kein Star.
Sie funkeln nicht.
Dann isses wahr.

So deutet alles darauf hin,
sich zu heben Doppel-Gin.
Und nicht zu dünn. Sie sind’s ja schon.
Sie krieg’n s nicht hin. Sie leerlauflufter Luft-Ballon.

Was es bedeutet,
bedeutend zu sein.
Ach was. Bedeutungslos
ist auch sehr fein.

Dann hört man auch das Fies nicht läuten.
Ich weiß es doch nicht:
Was soll es bedeuten.

© 2021 Ellen Marion Maybell
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