Der Hai

Von Ellen Marion Maybell

Oh jeh!! Tun mir die Flossen weh.
Stöhnte der Hai.
Fühl mich gegossen,
zerschossen wie Blei.
Ich bin aber auch über alles dabei.
Herr Jehmi, nee, nee.
Nee, is net schee.
Dass ich auch überall drin bin.
Überall „in“ bin.
Bis dass ich hin bin.
Im Jet-Lag
in Shanghai.
Bombenstimmung.
Wie in Bombay.

Auch auf Hawaii
Huawei in Hulei.
Und Toast über Toast.
Allerlei – jei, jei, jei.
Nach dieser KOOST
Findet man Trost.
Nur noch im PROST.
Welch ein VERLOST.
Gott, war ich high.

In der Mongolei
kippte ich Mongos
zwischen den Bongos.
Mindestens drei.
Und dann über die Klippen.
Kurz nach dem Kippen.
So zieht man die Strippen.
Wie in der Lombar-dardei.
Da sagte SHALOM mir
ein Samurei.
Völlig meschugge
und auch noch „Jo mei“.

Auch in der Türkei
stand ich in der Kartei.
Wie drunt‘ in Brunei
ein Scheich sich verdünnte
auf ganz dickes Ei.

Mit fiesen Matenten
wie alle Latenten.
Genau wie mit Lilli.
In der Liliputei.
Was für ein Aufstand.
Ein Zwergen-Geschrei.

Da rief ich nach Papa.
Nach Papa, dem Gay.
Sie wissen,
den Schwulensko
aus der schwulen Partei.

Und dann kam’s ganz dicke.
Kam Polizei.
Ausgerechnet
in gay-frei.
Was für’n Bohei.

Das geht da doch gar nicht,
bei denen am Kai.
Die reißen dir die Stücke
aus der Brücke am Quai.

Da sauf ich lieber TSCHAI
in der Ukrai.
Doch die riefen nur:
Briederchen.
Bratome.
Dawei!
Wir nix saufen TSCHAI.
Sei nix bleede, du Hai.
Von Tschai nur gesund,
wirste nix HIGH.
Wir HIGHEN hier WOOODKA.
gehste zu Grund.
Das ist GEBREI.

Seh heute noch Sterne.
Doch da war ich gerne,
sehr gerne dabei.
Es grüßt aus der Ferne.
Aller-highest:
Der HAI.
 
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© 2021 Marion Ellen Maybell
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