Schlüpfrigkeiten

Von Ellen Marion Maybell

Was einem so alles
an Schlüpfrigkeiten entschlüpft.
Wenn allen insgeheim der Bauch
schon vor FRIVOLITÄTEN hüpft.
Doch es wird aufgemüpft.
Offiziell wird man schnell aufgeknüpft.
Schließlich gibt man sich zugeknüpft,
kommt einer so schlüpfrig
um die Ecke gehüpft.

Kann keiner vertrogen.
So was von ungezogen

Man gibt sich entrüstet
und hüstet.
Aber unterm Tisch
wird aufgerüstet.
Flott mit den Fingerchen
für lauwarme Swingerchen
in die Dingerchen reingeschlüpft.
Süffisant grinsend
und sich winsend
tut man oben verschnüpft.
Aber unten, ach, wie es hüpft, ach, wie es hüpft.
Vollkommen aus dem Häuschen,
kribbelnde Mäuschen,
von Spritzfindigkeiten aufgelüstet.

Auch der aufem Gerüst?
Wenn der nur wüsst,
was Gelüste so ist.
Weil den nix gelüstet.
Der ist ja gerüstet
nur für’s Gerüst.
Als Draufsteiger
ist
der partout nicht gelistet.
Aus dem kräht kein Hahn.
Das geht ihn nix an.
Der schlüpft in nix rein.
Nur Rüstung der Brüstung
an der Gerüstung muss sein.

Entschlüpfe mir nicht,
oh du meine Wonne.
Sonst schlüpf ich direkt
zu dir in die Tonne,
um dir eins zu pusten,
so kochend so heiß
und raus dir zu husten
den Schlüpfrigkeitsschweiß.

Da, schon wieder
der Schlupf rausgeschlüpft.
Ich seh schon die Bäckchen,
vor Röte getüpft.
Ach wie gelüstet
hätten sie gerne entrüstet
das seidene Mädchen
am seidenen Fädchen
vor Lust aufgeknüpft.

Wie sich Aug und Öhrchen weiten,
wenn’s kommt – bei all den Schlüpfrigkeiten……..

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© 2021 Ellen Marion Maybell
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