Sommer

Von Eva Radon

Die Hitze brennt auf der Haut, macht schwummelig, aber auch froh.
Ich spiele mit einer 5 jährigen von  Schatten zu Schatten unter den Baumkronen der Kastanien in der Hauptallee zu hüpfen.
Wasser und Limonade erfrischen.
Gelato con lemon von
Paolo Conte,
am Schwedenplatz ebenso.

Viel Überlegung ist gefordert, welche Plätze suche ich auf, wie bewege ich mich dort hin, alles ökonomisch durchdacht.

Und dann nach dem Schönen, Notwendigen kommt das verdiente Ausruhen des müden Körpers am Sofa. Bewegungslos die Kühle geniessend.

Dann folgen Gewitterblitze, Donnerschläge und ein Weltuntergangsgetöse.
Es regnet cats and dogs-wie die Engländer zu sagen pflegen. Aber noch viel schlimmer.
Die Überflutungen, Verwüstungen sind enorm, kosten Menschenleben.
Das Wetter spielt alle Stückln.

Und dann ist da ein Wochenende in der Steiermark:
das satte Grün der Wiesen, der Wälder, die Maispflanzen, deren Früchte stramm, mit Barthaarbewuchs auf die männliche Reifung warten.
Die Sonnenblumenfelder, deren Bewohnerinnen ihre Köpfe keck zur Sonne wenden.
„Wie schön ich doch bin“ , wollen sie damit zeigen.
Aber viele lassen die
Köpfe hängen, sie sind gedrückt von Hitze und Kernen.
Die Kürbisse noch faul zwischen den gelben Blüten liegend, warten noch.
Sie sind noch nicht erntebereit.
Auf den gelben Stoppelfeldern liegen Strohballen und rollen nicht aufeinander zu.

In den Buschenschanken werden riesige Brote, mit diversen Fleisch und Wurstsorten, die nicht nur liebevoll und bunt zubereitet, sondern auch köstlich schmecken,serviert.

Es ist schön hier
und klimatisch wie in Italien.
Die Grenze zu Slowenien ist 10 Minuten entfernt.  Über die Mur spazieren ist ein sonderbares Gefühl. Von einem Land ins andere. Und legitimieren müssen sich die Menschen nicht mit Paß, sondern mit 3G Zertifikat.
What a world!

Die ländliche Hitze mit Abkühlung im See, war angenehm.

Und der Sommer geht weiter…
abwechslungsreich.. Wann ich das Meer sehen werde ist die Frage..

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© 2021 Eva Radon
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