Der Asket

Von Marion Ellen Maybell

Wenn der Asket
mit der KATE
vor seiner Kate,
am Katte-Gat steht,
ist eigentlich alles,
schon alles zu spät.
Weil nach Haus mit ihr gehn
leider nicht geht.
Auch wenn die Kate mit Engelszung weht,
ist leider schon alles, alles zu spät.
Wat nich geht, dat nich geht.
Schließlich ist er Asket.

Er muss sich’s verkneifen.
Lass Käte ruhig keifen.
Er darf sie nicht greifen.
Kein einziges Mal.
Darf sich nicht versteifen,
sich nix überstreifen,
das bremst jeden Steifen
im besonderen Fall.

Der Eremit – nimmt schließlich auch keinen mit.
Der ist immer allein. Niemals zu zwei’n.
Und schon gar nicht zu dritt.
Man hört ihn auch schrei’n
und das nimmt einen mit,
doch auch diesen Akt macht er immer allein.

Auch der Einsiedler
siedelt sich – an und für sich
nur immer auf sich und selber sich ein.
Da wird quietsch-gefiedelt
und wild rum-geschniedelt.
Bis zum Abusus.
Das ist so Usus
in Einsiedelein.

Ja, man pflegt dort auch Reibung
bis zur Übertreibung.
Schließlich vergeht dieser Druck
nicht einfach ruck-zuck.
Doch das klein bisserl Hitzen,
das schwitzen die aus.
Die hol’n sich doch ka Ritzen
für’s ständige Schlitzen
und schon gor kaane Mizen
zum Flitzen ins Haus.
Und wann sie’s net schwitzen,
dann sitzen sie’s aus.
Des holt des Gekeif
von nem Da-Seiens.WIFE
auch nimmer raus.

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© 2021 Ellen Marion Maybell
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