Vers. Ende.

Von Walther Stonet

Der erste Vers der letzten großen Kunstdekade
War dieser nicht. Er wäre nicht gekonnt genug.
Er war vielmehr, das war die Falle, nur Betrug.
War das nicht alles? Wäre es denn wirklich schade?

War nicht das ganze große Tun nichts als Scharade?
Vergeht Geschaffenes nicht mit der Zeit im Flug,
Wie ein Gesäusel und wie Fächeln schnell im Zug,
Der kalt aus Grüften weht? Die eitle Wortkaskade

Neigt sich dem Ende zu, und das ist kein Finale,
Ist Sterben nur, ein Röcheln unter kalter Stirn;
Es nimmt dem Wurf ganz rasch das Epochale

Und spricht von Plustern und von einem kranken Hirn:
Am Fischernetz flickt jemand Löcher mit der Ahle;
Der letzte Kittel ist sehr selten bester Zwirn.

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