Kein Wind um viel.

Von Walther Stonet

Der Wind vergisst das Wehen. Er steht still.
Ein Kirschbaum steht in Blüte. Bienen summen,
Und selbst die Vögel staunen und verstummen.
Die Katze rollt sich ein, weil das die Schönheit will.

Auf einmal kommt es auf, ein tiefes Brummen:
Es klingt nach Zorn. Er sucht sich ein Ventil.
Der Hummel ist das Summen viel zu viel.
Sie krabbelt auf dem Ast, dem großen, krummen,

Und reibt sich ihre Flügel silbrig klar.
Ein Schmetterling hat sich schon aufgeschwungen,
Obwohl‘s doch vor den Flatterzeiten war!

Der Dichter hat beim Reimen sehr gerungen:
Nicht alles, was er schrieb, ist wirklich wahr.
Und jetzt ist dieses Frühlingslied gesungen.

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© 2022 Walther Stonet
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Walther Stonet
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