Der Sonettenkranz

Von Pawel Markiewicz

1. Sonett: abba abba cdc dcd

Verzaubertes Grün, das das Ewige grüßt.
Pollen und Blüten tanzen traumvoll im Wind.
Die Schwärmereien sind eines Zaubers Ding.
Die Lenzfee beobachtet Bienen im Flug.

Ich schenke mondwärts die Gedichte im Nu.
Ich spüre Zartbesaitetes, das es gibt.
Auf Erden wünsch‘ ich die Beseligung mir.
Die Ewigkeit ist wegen des Frühlings süß.

Der Frühling sei Nymphen-Heim voll zarter Glut!
Die Wespen schaffen dann ihre Fantasie.
Betuliche Heimat – verschont vom Abgrund.

Das Mädel vom Hain gehört Musen und dir.
Träumer ergötzen sich an der Heimwehmut.
In Bienentanz bin ich verliebt, er ist lieb.

2. Sonett: abba abba cdc dcd

In den Bienentanz bin ich verliebt, ist lieb.
Schmetterling fliegt über humane Heimat.
Zum Herzaubern des Lichts brauchend Engelshand.
Die Frühlingsvögel tragen Gefühle dir.

Eine Eule sagt zu den Nachtfaltern: fliegt!
Wenn nachts Lenzflügel entfaltet werden – gut.
Man liebt Gärten voll vom betörenden Duft.
Wonnigliche Träume werden zu Feenlied.

Der Antonower-Apfel-Baum – voller Pracht.
Die Blütenheimat verzaubert jedweden.
Manche Bienen werden zu mega Glanz-Zeit.

Man erwähnt kühne Gedanken von Barden.
Die Frühlingswonne führt zu manchem Kelchland,
dorthin, wo es kaum Zähren gibt, die Tränen.

3. Sonett: abab cdcd efef gg; laut Shakespeare’s

Dorthin wo es kaum Zähren gibt, die Tränen,
dorthin ebenfalls, wo Moiren zaubern – Zeit.
bin ich willens einfach mondwärts zu fliegen.
Mit den verträumten Wespen mit Heimatkraft.

Wespennester gibt es viele in Heimat.
Der Imker prahlt mit possierlichen Bienen.
Es gibt Gedanken, die manches Insekt trägt.
Es ist holdselig, Träume zu liebkosen.

Sei grandiose Heimat stolz auf ein Insekt!
Und schwelge in Sehnsucht jenes Lichtgartens,
als ginge es um bibelhaften Ölberg.
Oder den Olivenhain des Altertums.

Zauber-Drohne kann zu weit doch rings fliegen,
als dass die feinen Himmel lachen würden.

4. Sonett: abab cdcd efef gg; eingedenk Shakespeare’s

Als dass die feinen Himmel lachen würden,
beobachte ich meinen Garten vergnügt.
Der Bien und Wespenvolk beschützt von Musen
sollen vom Wind getragen worden sein – nur.

Die Bienenkönigin träumte vom Treffen
beim Glitzern und Funkeln des Morgenrotes,
mit der zarten Königin der Ameisen,
erwacht – veredelt von Kraft lichten Sternes.

Die Liebkosung des Traums heißt der Bienentanz.
Ich liebe zu träumen, dank dem Saitenklang.
Ein Engel bei Lenzharmonie steht im Raum.
Auf magische Weise spüre ich Windheil.

Muse liebt alte Völker des Schmetterlings.
Sie harren auf des Haines netten Frischling.

5. Sonett: abab cdcd efef gg; um fürnehmen Shakespeare’s willen

Sie harren auf des Haines netten Frischling.
Sie wurden geboren zu Zeit linden Lenz‘.
Pittoresker Frühling hinterließ den Wind,
wegen Druiden Ontologie des März‘.

Bachen wie auch Bassen – die Versonnenen,
Man hört das froh-frühlingshafte Weidmannsheil.
Die Wildnis ruft uraltwärts nach den Erden.
Jägerin entgegnet zum Lenz – Weidmannsdank.

Einst lebten hier Druiden in dem Walde.
Nun steht als Zeuge –super skurriler Stein.
Der Frühling zaubert die Druiden-Wärme.
Niedlicherweise scheint Erlkönig zu sein.

Druidenaltäre sind die Juwelen.
Schön-superb blühen sanfte Bärlauchwiesen.

6. Sonett: abab cdcd efef gg; vornehmen Shakespeare’s halber

Schön-superb blühen sanfte Bärlauchwiesen
und urschön funkelt die Mondnacht im Frühling.
Es herrschen mitternächtige Waldesfeen.
Sammelnd Tannenzweige beim Heim des Zeisigs.

Hertha ist eine Herrscherin der Waldfeen.
Ihr Freund ist ein grauer Barde- solcher Wolf.
Sie zaubert die Ambrosia aus Beeren her.
In sternklarer Nacht, verewigt von dem Mond.

Mondklarheit ist so galant, dass man echt schwärmt.
Eulen erwachen zuhauf in Dämmerung.
Die Wildschweine storchen über Magie-Wald.
Wildromantisch malt eine Fee ihren Mund.

Sei ewiglich schön, perlniedlicher Bärlauch!
Du bist ein Gefühlsodem und Jenseitshauch!

7. Sonett: abba abba cdcd ee; das Fränzosische

Du bist ein Gefühlsodem und Jenseitshauch!
Insbesondere wie schlanker Birnenbaum.
Birken werden inskünftig zum Elfentraum.
Die Mutter hat Gemüse- Körner gesät.

Erste zu pflückende Veilchen – elysisch.
auf dass man Träume der Ewigkeit wohl spürt.
Die Quitten waren unlängst schön aufgeblüht.
Das Heimweh in dem Lenz sei unbeschreiblich!

Der Frühling verwandelt Blumen in Tempel,
Nacht im Obstgarten entfaltet Fittiche.
Lauschiges wird zum famosen Zeus-Zauber.
Der Dichter schreibt vor allem Maigedichte.

Die Fledermaus bei Nacht ist omnipotent,
elysäisch, numinos, beseligend.

8. Sonett: abba abba cdcd ee; das Fränzosische

Elysäisch, numinos, beseligend.
Der Garten ist darüber hinaus duftig,
Schmetterlinge darin sind obendrein mild.
Die Fliege voll der Zauberwärme schonend.

Die Apfelbäume träumend so hinreißend.
Pollen werden getragen vom lauen Wind.
Blumen im Beet sind Juwelen des Frühlings.
So dezent wird beschrieben die Wunderwelt.

Dryaden und Najaden, die all zaubern.
Sie tanzen in der mitternächtlichen Zeit.
Ich spüre die Kraft von ihren Fittichen,
sowie ein feines Zauberchen der Äuglein.

Weh dem, der keine schmächtige Heimat hat.
Quitten-Blume in der vollsten Maien-Zeit.

9. Sonett: abba abba cde cde; das Italienische anhand Petrarcas

Quitten-Blume in der vollsten Maien-Zeit.
Sie riechen nach brillanter Ewigkeitsglut,
Sie schmecken nach dem glorreichsten Jenseitstrunk.
Sie sind aufgeblüht und so rot eingefärbt.

Daran tut sich gütlich die schiere Heimat.
Darin dürfte schier der Geist geschwelgt haben.
Daran sollte sich Apoll ergötzt haben.
Es ist schön, von Traum umarmt worden zu sein.

Muse sowie Engel – bukolisches Paar.
Sie umfliegen die hinreißende Gegend.
Sie liebkosen das fragile Himmelszelt.

Es flimmerte am Himmel Blaues Stündlein.
Die Sonne scheint der Vertäumtheit doch nicht fern.
Sie verehrt den grazilen April im Lenz.

10. Sonett: abab bcbc cdcd ee gemäß Spenser

Sie verehrt den grazilen April im Lenz.
Die Frühlingsprophetin ist so zartgliedrig,
besinnt sich auf Kometen am Himmelszelt.
Umgebung des Hauses gilt als ätherisch.

Ich mag im Frühling das weise Bardenlied.
Von ihm entkommen eine Handvoll Wonne.
Es ist schön, dass es den Heimat-Elfen gibt,
Er verwandelt den Regen in die Sonne.

Man entsinnt sich einer zärtlichen Krähe.
entsinnt sich hold an etwelches Morgenrot.
Ich spüre die Minne, als wär ich Rabe,
Ich werde entfliegen wie das Abendgold.

Najaden und Dryaden hegen den Hort.
Aus Weizen wird das paradiesische Brot.

11. Sonett: abab bcbc cdcd ee anhand Spenser

Aus Weizen wird das paradiesische Brot.
Es gibt auf Feldern noch keine holde Flur.
In Deutschland blühte ein Mohn auf – ist blutrot.
Es herrscht hier und da immer das junge Grün.

Nagetiere wie Mäuse aus dem Schlaf pur.
wurden bei der superbsten Nacht ja erweckt.
Ratten schmücken die Heimat wie Perlein nur.
Ich fühle via Frühlingsglimmer das Sanftherz.

Bei Stachelbeeren erfreut sich immer Nest
vieler Hummeln träumend von lauen Zarten.
Das ist, glaubt mir, weder der Spaß noch der Scherz.
Es ist schön an Zaubereien zu denken.

Im Mai glühen die Sterne mehr als im März.
Der Priester der Druiden war geiler Mensch.

12. Sonett: abab bcbc cdcd ee gemäß Spenser

Der Priester der Druiden war geiler Mensch.
Von ihm schwärmte der Zauber meiner Eichen.
Mann nennt ihn der Erlkönig von kühnem März.
Vögel mögen die Eichen mehr als Misteln.

Der Erlkönig hat den Baum grünen lassen.
Und schätzen ihre unschlagbar sanfte Kraft.
Ich liebe mit ihm den Zauber von Himmeln,
– so wie einen Stern in mondenklarer Nacht.

Ich bin willig mit dir ins lenzhafte Land.
Der Rabe ist willens, hainwärts zu segeln.
Saatkrähen geraten außer Rand und Band.
Von wegen fliege ich niemals von dannen.

Werte Muse – sei minniglich willkommen!
Ich höre die Vögel nebenan zwitschern.

13. Sonett: abab bcbc cdcd ee gemäß Spenser

Ich höre die Vögel nebenan zwitschern.
Hier im Garten blühte der Löwenzahn auf.
Gezwitscher der Vögel ertönt von Eichen.
Überall das von Eltern gemähte Gras.

Die ersten kleinen Stachelbeeren am Strauch.
Manche Bremsfliegen fliegen herum im Nu.
Meinige Katzen trinken Milch vor dem Haus.
Ich wünschte mir schöne Momente voll Mut.

Ich träume mit dem Fantasiegeist, so gut.
Ich werde alles im September pflücken.
Und opfern Gutes für Lenz, der in mir ruht.
Ich werde Fremdsein der Katzen betören.

Liebe Heimat! Du bist meines Gartens wert,
als ob wir wären auf dem sanften Ölberg.

14. Sonett: abab bcbc cdcd ee gemäß Spenser

Als ob wir wären auf dem sanften Ölberg.
Als dass Himmel dem Lenz zuliebe lachte.
Sosehr er Menschen trägt, immerhin traumwärt.
Wie wenn der Lenz Glut hinterlassen würde.

Mein Nachgrübeln ist schön, es wird bald flügge.
so wie ein zarter Schmetterling Rotapoll.
Wie Abenteuer des Falters der Nächte.
Es ist wie das zu streichelnde Katzenohr.

Man liebt die schönsten Rosen, mit Schwermutsrot.
Der Löwenzahn wächst zuvörderst doch zuhauf.
Einmütige Zeit zaubert Dasein hervor.
Der Frühlingsgedanke nimmt seinen Freilauf.

Unschlagbar sanft sei entfaltet! – Mein Flügel,
dank dem wir all die Heimaten umfliegen

15. Sonett: Das Feinbesaitete Meistersonett

Verzaubertes Grün, das das Ewige grüßt.
In den Bienentanz bin ich verliebt, ist lieb.
Dorthin, wo es kaum Zähren gibt, die Tränen,
als dass die feinen Himmel lachen würden,

Sie harren auf des Haines netten Frischling.
Schön-superb blühen sanfte Bärlauchwiesen.
Du bist ein Gefühlsodem und Jenseitshauch!
Elysäisch, numinos, beseligend.

Quitten-Blume in der vollsten Maien-Zeit.
Sie verehrt den grazilen April im Lenz.
Aus Weizen wird das paradiesische Brot.
Der Priester der Druiden war geiler Mensch.

Ich höre die Vögel nebenan zwitschern,
als ob wir wären auf dem sanften Ölberg.

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