Pfiffis Monolog

Von Johannes Morschl

…Pünktlich um 20 Uhr wurde es dunkel im Saal und der Vorhang ging auf. Auf der hell beleuchteten Bühne sah man einen leeren, fensterlosen, ganz in Schwarz gehaltenen Raum. An der Rückwand des Raums war eine Tür. Sie ging auf und ein älterer Mann in schwarzem Frack und mit schwarzem Zylinder auf dem Kopf betrat die Bretter, die die Welt bedeuten. Er begann einen Monolog zu halten, der von Anfang an befürchten ließ, ausufernd zu werden.

„Uh! Da sitzt sie wieder vor mir und starrt mich lauernd an, die völlig unberechenbare Bestie Publikum, nein, natürlich das hochverehrte Publikum, von mir aber nur insofern verehrt, als ich mich über jede verkaufte Eintrittskarte freue, denn unser Theater kämpft ums Überleben, und das nicht erst seit gestern. Darüber hinaus wäre es aber eine dreiste Lüge von mir, zu behaupten, dass ich das Publikum verehre. Für mich ist das Publikum nur ein notwendiges Übel. Apropos notwendiges Übel: Mein Name ist Willi Pfifferling, am Theater und in den umliegenden Kneipen kurz Pfiffi genannt. Auch wenn ich mit Frack und Zylinder wie ein als Schauspieler getarnter Bühnenarbeiter aussehe, der vom Bühnenmeister nicht erkannt werden will, damit er von diesem in Ruhe gelassen wird, gehöre ich zu den mitwirkenden Schauspielern der heutigen Aufführung. Allerdings hatte ich in meiner Studentenzeit ein paarmal als Hilfsbühnenarbeiter gejobbt. Das ist die reinste Maloche. Ständig versucht man sich vor dem Bühnenmeister zu verstecken, der ständig hinter einem her ist, und wenn er einen erwischt, kommandiert: ‚Mach das, und das mach auch, und dann noch das!’, und dies alles möglichst gleichzeitig, so als ob man aus drei Bühnenarbeitern bestehen würde. Und dem Bühnenmeister ist der Regisseur des jeweiligen Stücks hinterher, und hinter allem und jedem ist der Theaterdirektor her, und dem wiederum sind die Gläubiger hinterher, und über dem ganzen Theater zieht drohend der Pleitegeier seine Kreise. Letzteres trifft vor allem auf unser Theater zu. Um Geld zu sparen, macht unser Direktor auch die Regie, obwohl er absolut kein Talent dafür hat. Er bildet sich aber ein, es locker mit einem Peymann, Castorf, Marthaler oder Pollesch aufnehmen zu können.

Dass ich hier alleine vor Ihnen stehe, war eigentlich nicht so geplant. Aber meine Kollegin und mein Kollege, die mit mir auf der Bühne stehen sollten, sind noch nicht erschienen. Vermutlich betrinken sie sich lieber in der Kantine, als gemeinsam mit mir aufzutreten. Nun gut, dann werde ich eben die Zeit, bis sie kommen, als Alleinunterhalter überbrücken, denn sie werden ganz sicher noch kommen, notfalls vom Direktor mit Gewalt auf die Bühne gezerrt, wobei sie wahrscheinlich jammern werden: ‚Bitte nicht, Herr Direktor, wir flehen Sie an, bitte nicht zum Pfiffi auf die Bühne!’ Schon von den ersten Proben an wollten sie mich loswerden und meine Rolle einem arbeitslosen Bekannten von ihnen zuschanzen, doch der Direktor hielt eisern an mir fest, aber weniger deshalb, weil er mich besonders schätzt, sondern weil er es gar nicht mag, wenn sich die Schauspieler in Personalfragen einmischen.

Da ich aber nun hier stehe, möchte ich diese Gelegenheit nützen, um etwas
anzusprechen, das mich schon seit Längerem beschäftigt. Ich spüre ein immer stärker werdendes Bedürfnis, einmal so richtig das Publikum zu provozieren. Das Publikum hat mein Spiel auf der Bühne immer völlig falsch verstanden, und zwar nicht aus mangelnder Intelligenz, sondern aus reiner Bosheit. Da, wo geweint werden sollte, hat es gelacht, und wo gelacht werden sollte, hat es demonstrativ laut gegähnt oder zu schnarchen begonnen. Zwischendurch hat immer mindestens eine Person einen Hustenanfall bekommen. Deshalb ist es mir zum dringenden Bedürfnis geworden, wenigstens einmal das Publikum zu provozieren und auf der Bühne nur noch laut zu gähnen, zu schnarchen und Hustenanfälle zu bekommen. Aber würde sich ein heutiges Publikum überhaupt davon provoziert fühlen? Ist es vom heutigen Theater nicht wesentlich Krasseres gewöhnt? Ja, es könnte durchaus geschehen, dass es bei solch einem Auftritt von mir nach dem Abklingen meines letzten Hustenanfalls begeistert applaudieren würde. Aber dazu würde es leider nicht kommen, denn ich bräuchte für solch einen Auftritt die Erlaubnis des Direktors, und die würde er mir nie und nimmer geben. Er würde befürchten, dass ich berühmt berüchtigter als er werden könnte, und Konkurrenz kann er absolut nicht ertragen, schon gar nicht im eigenen Haus. Wenn ich ihm so etwas vorschlagen würde, bekäme er wahrscheinlich einen cholerischen Anfall, und um mir seine Macht zu demonstrieren, würde er mich womöglich beim nächsten Stück zu einer Statue degradieren. Es wäre echt brutal, in jeder Vorstellung starr und stumm auf der Bühne herumstehen zu müssen. Das wäre viel schlimmer als früher in der Schule, wenn ich von einem Lehrer oder einer Lehrerin in die Ecke gestellt wurde, denn in der Schule musste ich nicht in jeder Stunde und an jedem Schultag in der Ecke stehen, sondern nur ab und zu.

Wäre es nicht sinnvoller, als es darauf ankommen zu lassen, zu einer Statue degradiert zu werden, endlich wiedereinmal Liebe zu machen, nach gefühlt hundert Jahren endlich wiedereinmal Sex, bis man von Orgasmen gerüttelt und geschüttelt wird und die Englein singen hört und die Welt auf dem Kopf steht? Voller Wehmut erinnere ich mich daran, wie es mit meiner Verflossenen vor gefühlt hundert Jahren war. Sie hieß Annemarie und stammte aus einem Dorf in Österreich, wo man sie Annamirl gerufen hat. Wie so einige Österreicher war sie in jungen Jahren nach Westberlin geflohen. Man redet ja derzeit viel über die Kriegs- und Elendsflüchtlinge, die zu uns gekommen sind, aber niemand hat jemals über die österreichischen Flüchtlinge geredet. Die hat man leichtsinniger Weise nie richtig ernst genommen, hat sich ihnen gegenüber gönnerhaft herablassend verhalten, so nach dem Motto: ‚Ihr habt ja auch einmal zu uns gehört.‘ Annemarie war zum Beispiel eine Kleptomanin. Sie konnte keinen Laden und kein Kaufhaus verlassen, ohne etwas mitgehen zu lassen. Sie war darin äußerst geschickt. Die geklauten Sachen behielt sie aber nicht für sich, sondern verschenkte sie an Bettler und Obdachlose. Sie rechtfertigte ihre Kleptomanie mit dem berühmten Spruch des französischen Anarchisten Pierre-Joseph Proudhon: ‚Eigentum ist Diebstahl.‘ Sie sah in ihrer Klauerei und dem Verschenken des Geklauten an Arme und Bedürftige einen gerechten Akt der Umverteilung. Wie auch immer, jedenfalls hatten wir einen im wahrsten Sinne des Wortes tollen Sex. War uns in der vororgastischen Phase noch irgendwie bewusst, bloß klägliche Winzlinge in einem unendlich großen kosmischen Geschehen zu sein, so war dies im Orgasmus wie ausgelöscht. Im Orgasmus waren wir eins mit dem Ozean des Seins. Ha, das reimt sich sogar! Könnte die Parole einer sexuell spirituellen Sekte sein: ‚Im Orgasmus sind wir eins mit dem Ozean des Seins.‘ Apropos Orgasmus: Annemarie hatte die Angewohnheit, beim Orgasmus einen Almjodler auszustoßen, – nicht zu verwechseln mit einem Almdudler -, aber nicht so einen einfachen wie Hollari-hulli-dulli-jetiti, sondern einen schrillen, in die Länge gezogenen Jodler, der nicht nur durch Mark und Bein ging, sondern auch durch alle Wände hindurch. Wenn man danach die Nachbarn im Treppenhaus getroffen hat, konnte man es ihnen ansehen, dass sie den Jodler gehört hatten. Sie waren vor Schreck kreidebleich im Gesicht.

Ja, ich gebe zu, es wäre viel vernünftiger, Liebe zu machen, als vor wildfremden Leuten herum zu hampeln, von Kollegen gemobbt zu werden und von den Launen eines größenwahnsinnigen Direktors abhängig zu sein. Eigentlich wollte ich gar nicht Schauspieler werden, sondern immer nur Liebe machen. Nun, Liebe habe ich wie bereits erwähnt schon ewig nicht mehr gemacht, außer manchmal aus rein sexualhygienischen Gründen mit mir selbst, um den aufgestauten Triebdruck abzubauen. Aber das ist nur eine Notlösung. Es fehlt mir das Liebesspiel mit einer Frau, ja es fehlt mir ganz elementar eine Frau, und je älter ich werde, umso unwahrscheinlicher wird es, noch eine zu finden, die sich auf mich einlässt. Ich bezweifle, ob ich überhaupt noch beziehungsfähig bin, ja ob ich dies überhaupt jemals war. Außerdem bin ich ein Habenichts. Als Schauspieler ist man ja ein Habenichts aus Idealismus heraus. Ein Habenichts, und sei es auch einer aus Idealismus heraus, ist nicht gerade der Wunschpartner von Frauen, noch dazu, wenn er so ein alter Zausel ist wie ich.

Uff! Jetzt bin ich so einiges losgeworden, doch was mache ich jetzt mit meinem Bedürfnis nach Liebe und Sex, das auf einmal viel stärker als mein Bedürfnis ist, das Publikum zu provozieren? Sex mit dem Publikum geht ja leider nicht. Das hat der Direktor ausdrücklich verboten. Dabei wäre so ein Sex eine hervorragende Möglichkeit, mich mit dem Publikum wieder anzufreunden. – Halt! Ich höre ein Rumpeln hinter der Bühne. Ich glaube, jetzt kommt gleich der Direktor und schleift meine Kollegin und meinen Kollegen hinter sich her.“

…Da hörte man plötzlich ein Geschrei hinter der Bühne: „Nein, bitte nicht, Herr Direktor! Das können Sie uns nicht antun! Bitte nicht zum Pfiffi auf die Bühne!“ …

(Ausschnitt aus der Erzählung Ein Theaterbesuch, 2017)

© 2021 Johannes Morschl
Alle Rechte vorbehalten

Auszug aus der Theaterfassung „Neustart“ nach dem gleichnamigen Roman von Herbert Glaser

Von Herbert Glaser

Szene 1 Krankenzimmer / Nacht

Ein Mann (Pascal Weber) liegt mit Beatmungsschlauch im Bett. In Distanz zum Bett steht eine Frau und blickt lange auf den Patienten.

Laura (ohne sich umzudrehen): „Er wird also durchkommen.“

Dr. Fiedler: „Ja. Durch die Notoperation konnten wir ihn stabilisieren. Ihr Mann sollte in den nächsten Stunden zu Bewusstsein kommen.“

Laura: „Ex-Mann!“

Abrupt dreht sie sich zu Dr. Fiedler um, der ist irritiert.

Laura (mit entschuldigender Geste): „Nein, das ist natürlich eine gute Nachricht. Es ist nur so … ich habe damit nichts mehr zu tun. Wir sind seit sechs Monaten geschieden und haben seitdem kein einziges Wort mehr miteinander gesprochen. Ich werde jetzt unseren Sohn Roman informieren. Der kann dann selbst entscheiden, ob er seinen Vater besuchen will.“

Szene 8 Physiotherapieraum / Tag

Asil behandelt das vom Fixateur externe befreite Bein Webers.

Asil: „Also, wenn Sie nicht wenigstens ein bisschen mitmachen, dann werden Sie keinerlei Fortschritte erzielen.“

Weber: „Bis jetzt habe ich nichts bemerkt von irgendwelchen Fortschritten.“

Asil: „Das wäre auch ein medizinisches Wunder. Die Fixierung wurde erst vor wenigen Tagen entfernt, was erwarten Sie?“

Weber: „Wie heißen Sie nochmal … Asyl? Noch nie gehört. Der Name ist Programm, was? Ich nehme an, Ihre Eltern stammen aus Afghanistan oder sonst wo her und haben in Deutschland Asyl beantragt, stimmt‘ s?“

Langsam lässt der Angesprochene Webers Bein sinken, um es kurz über dem Bett (absichtlich) los zu lassen. Weber schreit schmerzhaft auf.

Weber: „Verdammt, wollen Sie mir das Bein nochmal brechen?“

Asil: „Der Ordnung halber: Wir kommen aus der Türkei, nicht aus Afghanistan oder sonst wo her. Meine Großeltern haben kein Asyl beantragt, sondern kamen vor 50 Jahren in dieses Land, um zu arbeiten. Und ich heiße Asil, nicht Asyl. Das ist ein persischer Vorname mit hebräischen Wurzeln und bedeutet Der Edle“.

Weber stützt sich auf die Unterarme und mustert Asil von oben bis unten.

Weber: „Ein edler Hippie mit Jesuslatschen.“

Eine Frau mit Knieorthese geht vorbei in den Therapiebereich.

Evita: „Guten Morgen.“

Asil: „Guten Morgen Evita.“

Abrupt legt sich Weber auf die Liege zurück.

Evita beginnt mit Kräftigungsübungen für ihr Bein.

Asil (zu Weber): „Evita ist total motiviert. Erst seit dieser Woche bei uns … Meniskus-OP, Routineeingriff. Macht ambulante Reha. Das Training scheint ihr großen Spaß zu machen.“

Szene 11 Waldhütte / außen

Evita und Pascal (mit Gehstock) betreten mit Gepäck die Hütte.

Evita: „Wie gefällt es dir?“

Pascal (scheinbar erbost): „Hier sollen wir zwei Wochen wohnen? Ohne Fernsehen, ohne Internet? Ich bin Besseres gewohnt!“

Evita: „Immerhin haben wir Handyempfang.“

Pascal: „Es ist perfekt, ich konnte die Klinik nicht mehr sehen.“

Evita: „Und Asil wird dir nicht fehlen?“

Pascal: „Mein Freund Asil wird heilfroh sein, mich endlich los zu sein.“

Szene 12 Waldhütte / innen / Der nächste Morgen

Pascal: „Du hast was?“

Evita: „Kontakt mit deinem Sohn aufgenommen. Er leidet sehr unter dem Bruch mit dir und ist bereit, sich mit dir zu versöhnen.“

Pascal: „Wie … ich meine, soll ich ihn anrufen?“

Evita: „Nein, er hat geschrieben, dass er jetzt losfährt.“

Pascal: „Das ist doch gut. Warum bist du dann plötzlich so…?“

Evita (schreit fast): „Das ist sogar sehr gut. Das ist perfekt. Nur nicht für dich!“

Pascal: „Wovon sprichst du bitte?“

Evita: „Es ist jetzt endlich die Zeit gekommen, dir die Wahrheit zu sagen. Die Wahrheit über dich, deinen Sohn, die Firma und warum wir wirklich hier sind.“

Pascal starrt Evita an. Die zwingt sich, ruhig weiterzusprechen.

Evita: „Mein Vater Martin Lachner hatte eine kleine Firma aufgebaut und lieferte an verschiedene Unternehmen, auch an eures. Aber kaum hattest du das Sagen, änderte sich alles. Auslaufende Verträge wurden nicht verlängert, deine Aufträge an billigere Anbieter vergeben. Vater musste Konkurs anmelden und alle Mitarbeiter entlassen. Das hat er nicht verkraftet, er flüchtete sich in den Alkohol. Irgendwann ertrug er es nicht mehr und jagte sich eine Kugel in den Kopf. Meine Mutter war danach nur noch ein Schatten ihrer selbst. Ich nahm sie zu mir, konnte ihren körperlichen und geistigen Verfall aber nicht aufhalten.“

Pascal: „Warum erzählst du mir das alles ausgerechnet jetzt, kurz bevor ich meinen Sohn wieder sehen werde?“

Evita: „Weil ich dich auf keinen Fall davonkommen lassen werde!“

Pascal: „Was meinst du damit?“

Evita: „Kurz nach dem Tod meiner Mutter habe ich von deinem Unfall erfahren. Was für eine Genugtuung! Leider hast du überlebt. Deshalb beschloss ich, mich an dir zu rächen … dich zu töten.“

Evita lässt ihre Worte wirken, Pascal ist fassungslos.

Evita: „Eigentlich wollte ich es auf der Intensivstation tun, aber es ist gar nicht so leicht, da ungesehen reinzukommen. Also musste ich mich später an dich heranmachen. Außerdem sollte es wie ein Unfall aussehen, denn ich gehe wegen dir sicher nicht nicht ins Gefängnis. Und dann musste ich feststellen, dass du dich im Krankenhaus selbst umbringen wolltest mit einem Sprung aus dem vierten Stock. Ich hätte dich damals einfach springen lassen können, ohne mir die Hände schmutzig zu machen, aber damit wäre dein eigener Wunsch in Erfüllung gegangen. Das konnte ich nicht zulassen. Nein, meine Genugtuung wäre viel größer, wenn du als wieder glücklicher Mensch sterben würdest, der neue Freude am Leben gefunden hat. Getötet von deinem eigenen Sohn! Er hasst dich genauso wie ich. Kein Wunder nach dem, was du ihm alles angetan hast. Auf jeden Fall hat er mir anvertraut, dass er dich tot sehen möchte. Was für eine unerwartete Fügung! Mein Angebot, ein Treffen zwischen euch an einem abgelegenen Ort zu organisieren, hat er sofort angenommen. Roman wird bald mit einer Waffe hier eintreffen und dich töten.“

Pascal stemmt sich mühsam hoch und sieht aus einem Fenster hinter sich.

Pascal: „Romans Wagen. (fasst sich) Ich rede mit ihm und kläre alles auf. Ich habe viele Fehler gemacht, aber ich liebe meinen Sohn und bin heute ein anderer Mensch.“

Evita: „Du kannst keine deiner Taten ungeschehen machen.“

Pascal: „Aber es darf doch nicht sein, dass Roman in den Knast wandert, weil er mich umbringt.“

Evita: „Dazu muss es auch nicht kommen.“

Evita hat plötzlich eine Pistole in der Hand.

Evita: „Auch ich habe kein Interesse daran, Romans Leben zu zerstören. Noch hast du die Chance, das zu verhindern.“

Pascal: „Was soll denn das nun schon wieder heißen?“

Evita: „Ich werde diese Waffe mit genau einer Patrone laden und dir damit die Möglichkeit geben, dich selbst zu töten, um deinem Sohn zuvor zu kommen und ihn so vor der Verurteilung als Mörder zu bewahren.
Wenn du auf den Gedanken kommen solltest, mich zu erschießen … überlege mal, wie das auf Roman wirken muss. Es würde seine Meinung über dich nur bestärken. Und Flucht ist mit deinem kaputten Bein unmöglich, außerdem führt der einzige Weg nach draußen an ihm vorbei.
Schau, Roman ist ausgestiegen. Du hast nicht mehr viel Zeit.“

© 2021 Herbert Glaser
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