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Textmanege
das unabhängige Literaturmagazin.

August 2022:

Lotterschreck 2

Von Johannes Morschl Früher hatte Lotterschreck an offenen Lesebühnen teilgenommen, wo jede/jeder ihre/seine schriftlichen Ergüsse vorlesen konnte, doch ermüdete ihn die Teilnahme an offenen Lesebühnen immer mehr, diese oft tragischen oder krampfhaft originell sein wollenden Gedichte, oder diese oft banalen bis todlangweiligen Texte, die da vorgetragen wurden. Am schlimmsten fand er die Leute, die sich…Mehr

Mondscheingroteske

Von Johannes Morschl Hochverehrtes Publikum! Ich lese Ihnen heute die letzte, unvollendet gebliebene Geschichte meines vor drei Monaten verstorbenen Freundes Paul Kater vor. Er starb am 29. Juli in seiner Wohnung an einem Herzinfarkt, während er an dieser Geschichte schrieb. Er war erst 47 Jahre alt. Ich vermute, dass ihn die Ereignisse, von denen er…Mehr

Kassiopeia

Von Johannes Morschl Vor einigen Tagen hatte ein Astronom ein rätselhaftes Geräusch aus der Richtung des Sternbilds Kassiopeia empfangen, das so ganz anders war als das kosmische Rauschen, mit dem er es sonst zu tun hatte. Er vermutete, dass das rätselhafte Geräusch nicht natürlichen Ursprungs war. Aber welchen Ursprungs dann? Als Kalle K. dies in…Mehr

Wo sind die Ziegen geblieben?

Von Anna B. Mit teils gemischten Gefühle erinnere mich an viele Urlaube auf griechischen Inseln. Es gab Zeiten, als die Strände noch fast leer waren, nirgendwo Liegen oder Schirme, einige Rucksacktouristen schliefen am Strand. Die Unterkünfte waren nicht gerade komfortabel. Die Toiletten wurden eher selten gereinigt, waren oft verstopft und nur mit einem Loch ausgestattet.…Mehr

Odos Kiafas, 65 302 Kavala

Von Hans Peter Flückiger 395 Strassen gibt es in der nordgriechischen Stadt Kavala. Dazu kommen 23 Kirchen und 13 Plätze. So ist es zumindest auf dem Stadtplan im Verzeichnis der Strassen, Kirchen und Plätze vermerkt. Von A wie Odos Averof in den Feldern D-E10 bis PSI wie Odos Psaron in Feld E 11. Beschriftet sind…Mehr

Mesoropi, die Perle am Pangeion

Von Hans Peter Flückiger Im zweiten Anlauf erwischen wir die Abzweigung. Gut, man weiss ja, dass man nicht in der Schweiz ist. Aber irgendwie stellt man sich auch beim bald zehnten Griechenlandaufenthalt diese Strassenabzweigungen anders vor. Aber da ist er ja, der Wegweiser, der bergan den Weg nach Mesoropi zeigt. Ja, richtig, nicht weit oben,…Mehr

Sofies «Urahn»

Von Hans Peter Flückiger Wir gehen Sofies «Urahn» besuchen, und nach einer knapp einstündigen Autofahrt stehen wir vor ihm. 50 Kilometer östlich von Thessaloniki: Vier Meter hoch, aus Marmor, auf einem noch einmal vier Meter hohen Sockel aus marmornen Kuben. Natürlich handelt es sich beim erhabenen thronenden Tier – dessen hintere Pranke etwa gleich gross…Mehr

reise-erinnerungen an südliche gefilde

Von Heinz Erich Hengel am südlichen wendekreis im norden beginnt die wendung ihren lauf zu nehmenlaufmaschen maschendraht drahtgitter gitterstäbe stabsfunktionen funktionalitäten im süden dann die lage wendet sichkreise werden zu quadratenquadraturen multiplizieren sich im westen multiple konvergenzenkonzile als konzessioneneine konzentration konzentrischer kreise im osten die kreise wenden sich erneut konvulsionen am firmament und der himmel…Mehr

KRIEG

Von Claudia Dvoracek-Iby K eine Worte reichenR ot, überall, die HerzskeletteI nnen & außen: zerrissene SphärenE ingeschnürt in SchwindendesG ewichte, zu schwer, untragbar * © 2022 Claudia Dvoracek-IbyAlle Rechte vorbehalten claudia.dvoracek-iby@gmx.atMehr

wie seltsam

Von Claudia Dvoracek-Iby noch zögern wir, sie abzulegen,wir brauchen sie doch,versichern wir uns gegenseitig,wir brauchen unsere bunten Schichten,die eng an eng um uns liegen,die uns abschirmen, wärmen, schützen noch negieren wir, wie seltsames sich anfühlt innen,wie abgestorben, sehr lange schon,seltsam taub, als wäre daein Fremdkörper im eigenen Körper,sehr lange schon, wie lange schon? noch verweigern…Mehr

Purpurrot

Von Claudia Dvoracek-Iby Am meisten vermissen wir den SandUnseren purpurrot schimmernden SandDen Menschen wie du und ichDoch früher überall fandenZwischen vergilbten Buchseiten meistIn alten BüchernÜber verwunschene SeenUnd ferne tiefblaue Ozeane Wo ist es, unser Purpurrot?Wir wollen es wiederZeitlos langeMit unseren Fingerkuppen zerreibenSolange, bis wir durchlässig werdenSolange, bis wir uns zu häuten beginnenBis unsere hautlosen Körper…Mehr

Eine innere Melodie wird frei

Von Regine Wendt Diese wunderbare Welt in Blau. Morgens ist die Stimmung besonders schön., sie nimmt mich gefangen. Leichter Dunst in der Luft, kein Mensch am Strand. Blaues Licht hüllt Wasser,Sand und den Himmel in Magie. Ich bin ein Teil der Natur. Ich bin Eins mit ihr. Das Meer ist meine Welt. Ich gehöre hier…Mehr

Einig

Von Regine Wendt Sanfter Wind, fast Abend. Wir sind auf dem Meer. Antonio und ich. Das kleine Boot schaukelt langsam dahin. Der Motor tuckert und trotzdem flattert ein Segel im Wind.Antonio ist alt, ganz in Grau, sonnengegerbt. Das Bild eines Mannes, der viel gesehen und erlebt hat, voll Stolz in sich ruhend. Graues Haar, wundersame…Mehr

Usbekische Gastfreundschaft

Von Lena Kelm Friedrich leitete die Versorgungsabteilung für Lebensmittel und Konsumgüter für Arbeiter in einer kleinen Industriestadt Kasachstans, er gehörte sozusagen zu den „hohen Tieren“. Er war der Vater einer der besten Schülerinnen, deren Klasse ich leitete. Er wohnte im Nebenhaus, seinen Dienstwagen sah ich öfter als ihn. Friedrich war ein vielbeschäftigter Mann. Seine Wahl…Mehr

Ein langer Weg

Von Lena Kelm Diesen Weg ging ich jeden Tag. Der Tag war wie jeder andere, schön und sonnig am Beginn des Sommers. Die Sonne schickte großzügig ihre milden Strahlen auf die Erde, es war nicht erstickend heiß wie oft im Juli oder August. Der wolkenlose Himmel schien von einem begabten Maler mit einem satten intensiven…Mehr

Tanz in Worten

Von Marion Kannen under-construction-wupptertal.deEindrücke zu Szenen aus der Choreografie “Das Schiff” von Pina Bausch Eine Liebeserklärung …Mitte Bühne steht die Frau im Sand. Mit drehenden, schlingernden Bewegungen ihres Körpers und ihrer Arme holt sie in Höhe ihrer Körpermitte etwas Unsichtbares aus sich heraus und an der ausgestreckten Zeigefingerspitze ihrer rechten Hand hält sie überrascht den…Mehr

uns kehrt kein reim durch die wolken

Von Marek Födisch die toten auf dem balkon raunen mit dem wind im lavendel:„uns kehrt kein reim durch die wolken!“ aschgraubricht sich der schummer an dich heran und dir träumtdie vermutung: sie haben es bestenfalls nur bis zur strophe gebrachtsind sich selbst noch nicht lied geworden du nimmst wahr dass die stimmen auch zu dir…Mehr

sommer in der stadt

Von Marek Födisch vorm haus der park voll schrillem bebenjulihitze steht im raumfern und ferner – schlaf und traumviervierteltakt bumm bumm kein regen auf dürrem frieden wiege diese nacht:für und wider recht und glückzieh mich vom balkon zurückschreie würden sowieso verlacht dann ist es vier mein schwerer blickstürzt von der uhr ins lakengrünich lass mich…Mehr

N. oder: An der Schwelle

Von Marek Födisch An der Schwelle. In 15 Stunden geht die 3 in die 4 über. Hinter den Ziffern 1, 9 und 8. Das Schinkenbrot und der Kaffee sind kaum im Bauch. Unten angekommen. Fast. Du auch bald. Du musst weg. Steht im Kalender. Eingerahmt. Rot. Zuvor ein Kuss. Deine Frau vis-a-vis. An der Türschwelle.…Mehr

Jemand war zu weit gegangen

Von Monika Jarju An dem Tag der Wohnungsbesichtigung geschah etwas Sonderbares. Die Vermieterin führte mich durch eine verwinkelte Wohnung. Ich folgte ihr durch vollgestopfte Zimmer und Flure, recht schnell verlor ich die Orientierung in den Räumen. Wir gelangten in eine winzige fensterlose, leere Küche. Ich würde Spüle und Herd kaufen müssen, überlegte ich einen Moment…Mehr

Standpunkt

Von Monika Jarju In ein Gespräch vertieft mit einem chinesischen Dichter, dessen Lyrikband wir zweisprachig in einem Schuber herausgeben, vergesse ich die Zeit und verspäte mich. Die Mitarbeiter erwarten mich bereits ungeduldig. Entschuldigend schaue ich in die Runde – und dann auf die Badewanne mitten im Raum. Wie gern hätte ich jetzt ein Bad genommen!…Mehr

Chefsache

Von Monika Jarju Der Zufall will es, dass mein ehemaliger Chef und ich uns noch einmal im Traum begegnen. Der Ort hätte nicht besser gewählt sein können – es ist ein Marktplatz. Eine Menge Menschen säumt den Platz. Er hält eine emotionsgeladene Rede über die wahre Berufung von Frauen. Nachdem ich den ersten Schreck über…Mehr

Die Höhle

Von Michael Kothe Angst. Namenlose Angst. Anfangs hielt sie sich leicht über mich gebeugt. Mit der Zeit lernte sie, wie sie mich zur Verzweiflung brachte. Schwer presste sie sich auf mich, drückte mir die Augen zu, kroch mir in Mund und Nase und schnürte mir den Atem ab. Sie setzte sich mir auf die Brust,…Mehr

Die Macht der Zähne

Von Michael Wiedorn Er öffnet den Mund und seine Zähne leuchten – spitz und weiß. Jeder Mensch trägt seine Waffe im Gesicht. Kampfbereit zur Begegnung mit Mensch und Tier. Weiße, leuchtende Perlen – besser gesagt Messer – strahlen und bedrohen und dringen in das leckere Fleisch der Mitmenschen. Der Zahn leuchtet scharf. Das Weiß der…Mehr

In der Hirschau

Von Michael Wiedorn Eine Dogge hat ihr Gebiss in ein menschliches Gesicht geschlagen. Sie schäumt vor Hass. Sie kann ihr Beißwerkzeug nicht mehr von ihrem Opfer lösen. Ihr Opfer ist ein einsamer Spaziergänger, dessen Gesichtsfläche nur mehr noch ein quellendes, leuchtend rotes Nass ist. Dieser ehemalige Mensch hat kein Alter und kein Geschlecht mehr. Ein…Mehr

Bewaffnet

Von Michael Wiedorn Ein Zahn dringt in Fleisch ein. In Fruchtfleisch. In das Fleisch eines Apfels. Jeder trägt eine Waffe mitten im Gesicht. Der Zahn fügt seinem Opfer Schmerzen zu. Ein Zahn ist weiß und scharf. Das blendende Weiß der Schneiden im Rot der Mundhöhle. Der strahlende Zahn läßt fremdes, rotes Fleisch purpurne Feuchtigkeit verströmen.…Mehr

Uralt

Von Michael Wiedorn Im Schlamm liegt ein Kiefer mit Zähnen. In den Jahrtausenden braun gewordene Knochensubstanz mit vergilbten Zähnen. Der traurige Rest von Völkerwanderungen – kann man sich vorstellen. Kelten, Hunnen, Mongolen. Die vergessene, abgelegene Moorwiese war wohl einst ein Schlachtfeld. Vielleicht ist dieser Kiefer der Überrest eines Gewaltverbrechens. Ein stummer Zeuge von Angst und…Mehr

Ein verregneter Nachmittag

Von Michael Wiedorn Um fünf Uhr Nachmittag verließ er das Haus. Nachdem er hinter sich die Haustüre ins Schloß kippen ließ, blieb er stehen, sah auf die Straße in die Regentropfen. Er sah nicht aus, als hätte er große Lust auszugehen. Das Straßenpflaster glänzte naß im Regen. Eine abfahrende Straßenbahn klingelte. Frau Müller kam an…Mehr

Auf dem Steinplatz

Von Michael Wiedorn Auf dem Steinplatz rufe ich zu Hause – bei meiner Mutter – an um mich für das von ihr überwiesene Geld zu bedanken. Die Telefonzelle steht mitten im Rasen der Grünanlagen. Die Sonne scheint. Nach beendetem Gespräch betrete ich einen großen, gepflegten Altbau um Befragungen für ein Meinungsinstitut zu machen. Dann stehe…Mehr

vor freiheit fluechten

Von Alexander Reisenbichler dieser kleine weltumspannende entwicklungsreisereigen regnet hoffnung auf freiheitserde, von kindestagen an ueber hundstage an denen man in korea hundefleisch unter bruecken isst (diese tradition gibt es wirklich, wenn auch nur mehr von einer minderheit praktiziert) bis hin zum verschlingen von blaetterwaeldern. es ist eine auseinandersetzung mit kunst, familie, literatur, kultur. mit der…Mehr

Hitze. Kontempliert.

Von Walther Stonet Der Tag ist heiß. Die Nacht wird heißer, heißt es.Die Decke auf dem Bett stört jedenfalls.Ein Teleskop erforscht das Licht des Alls.Weit draußen, nach dem Mond, da schaut und kreist es. Das Leben ist schon schwer. Sich selbst verschleißt es.Die Tür ist zu. Mit Hilfe eines KnallsWird Durchzug kommentiert. Der Spin des…Mehr

Nomen est omen.

Von Walther Stonet Die Latte fehlt am Zaun. Es fehlt ein Zahn.Gesichter tragen sich sehr gern zu Markte.Dort auf dem Mist kräht nicht einmal der Hahn.Rein atmosphärisch mehren sich Infarkte. Der Rufer ruft, denn überall ist Wüste,Laut aus der Nachbarschaft. Die Glocke schlägt.Um jedes Goldkorn sammeln sich Gelüste,Die man am liebsten streamt und überträgt. Und…Mehr

Anstelle der Appelle.

Von Walther Stonet Die Antwort auf die Frage klingt recht lau.Sie ist wie dieses Sommerlüftchen heute,Das durch die Äste raschelt. Unterm BlauMacht grade ein Verbrecher fette Beute. Was ich vergessen hab? Das Paradies.Den Glauben an das Gute und ein Wesen,Das der Gewissheit die Verheißung ließ.Doch jetzt bin ich erfahren und belesen. Ich rief nicht nach…Mehr

Baumritzmoritat

Von Walther Stonet Der Dichter mit dem Messer ritzt,Was ihm sein Geist ins Schnitzen schwitzt,Als Liebesschwur in Buchenrinde.Allein – gefällt’s dem schönen Kinde? Als sie gelesen hat, was stehtAm Baum und um Erhörung fleht,Gibt ihm die Liebste einen Kuss,Dass er um Atem ringen muss. „Ach Schatzi, ich möcht dich gern bumsen,Dass Amseln aus den Wipfeln…Mehr

Ein Sittenstrolch gegen den Krieg

Von Walter Bosch Meine bekanntlich anarchische Ader lässt das rechtsextreme Gedankenblut des glatzigen Oberhaupts erschaudern. Ich bin weder links noch rechts. Steh festverankert in der Mitte, mal mit, mal ohne Sitte. Ich wandle auf einem Drahtseil über die moralische Wertetabelle und fühle mich von Spitzenwerten betrogen, weil ich sie selber nicht gefälscht habe. Soziale Normen…Mehr

Immer schlimmer

Von Markus Katzenmeier Oben und untenLinks und rechtsDazwischen fast nichts Statt Wahrheitsliebe SelbstliebeStatt Nachdenken Überzeugungen Meinungsblasen, Medien, Milieus, Manipulationen, MeuteFeindbilder überall Die Aufklärung hat unbeweint abgedanktNur wenige Stufen konnte sie erklimmen Wenn du in eine Blase stichst, geh schnell in DeckungViel Blut wird dich sonst besudelnVielleicht hättest gerade du das nicht verdient * © 2022…Mehr

Ein Schuss

Von Henning Brüns Der kühle Luftzug verströmte Gefahr. Nach einem frühmorgendlichen Einkauf im Treppenhaus angekommen, blieb sie vor der ersten Stufe stehen und streifte sich ihren um die Hüfte gebundenen Kaschmirpullover über, bevor sie den leidigen Aufstieg ins vierte Stockwerk in Angriff nahm. Sie musste achtgeben auf sich, durfte sich nicht fahrlässig erkälten. Die ungewohnt…Mehr

Am Mühlbach

Von Niklas Götz Ein Laubblatt folgtden strömenden Schnellenin ungewisse Fernetanzt mit tausend Tropfenvon Stein zu SteinEntflieht knapp dem Versinken Bald ists entschwundenhinab an den Kaskaden Dort springt es weiter umheroder findet Ruhean einem grünen Ufer * © 2022 Niklas GötzAlle Rechte vorbehaltenMehr

Staubsauger heben

Von Heidi Ehrnböck keiner kauft meinen Staubsaugernicht mal der Chemie-Paukerdeswegen werde ich michso nicht mehr bewegenvergiss doch das Fegenich werde bis in die Nachthier bleiben – echtdenn das ist mein Persönlichkeitsrecht Mein Haar und mein Anzugsitzt exzellentdas Auto ist nicht aus Papierdeswegen affirmiere ichso jeden Centund so bezahle ich später die Hater du kannst dichin…Mehr

Der Platz im Plan

Von Max Schatz Es lebte einmal ein Künstler. Er war ein kreativer Kopf, versuchte sich gleich in mehreren Disziplinen: schrieb Lyrik und Prosa, malte Unmengen von Bildern; auch für die Musik hatte er einen Nerv, lernte das Gitarrespielen und wurde Songwriter.Eines Tages fand er, dass es so weit war, seine Werke anderen Menschen zu zeigen.…Mehr

Am Fluss

Von Jens Kotowski Stehst auf dem Steg und um dich herFließt die Treene, unaufgeregt und schwerFeine Nebelschwaden am jenseitigen UferIn der Ferne ein ganz besonderer RuferKuckkuck schallt es rüberSonne, tief im Osten, sie wärmt schon wiederSchau, wie feine Schwaden dem Wasser entfliehenUnd jagend die Schwalben ihre Bahnen ziehenNur eine sehr kurze Spanne der ZeitDir da…Mehr

Texte

Von Jens Kotowski Verse auf PapierWorte wie am BandDas Gedachte wird GeschriebenesVerse zum eigenen TaktVerse zur inneren MusikDas neu Verfasste wird Bleibenden * © 2022 Jens KotowskiAlle Rechte vorbehaltenMehr

Begegnungen

Von Jens Kotowski Sitzt wohlig unterm großen BlätterdachSitzt am Graben des Schlosses mit BäumenDen grünen Riesen, die den Weg hier säumenHintan stilles GewässerEin Barde kommt des Wegs sehr galantMit Flöte im Mund und Laute geschultertEine Kinderschar dabei, die er sehr begeistertJener Barde im hiesigen Städtchen wohl bekanntDie kleine Schar zieht dahin, auch du musst weiterMit…Mehr

Du

Von Jens Kotowski Dich dort zu wissenDas werde ich sehr vermissenAuch wenn wir beide uns selten trafenJede Nähe zu dir war mir ein sicherer HafenNun bald gehst du fortDahin, wo deine Wurzeln, hin zu deinem SehnsuchtsortDann werde ich dich am anderen Orte wissenUnd will verwehren, dass meine Erinnerungen verblassenEtwas Verliebtheit ist wohl erlaubt?Und meines Glücks…Mehr

Mit dem Rad

Von Jens Kotowski Mit dem Rad auf TourDies aber nicht nurWeil ein Ziel zu erreichen istVielmehr Radeln dich Dinge spüren lässtDer Tretkurbel zeitweiligen WiderstandDen Luftzug, der berührt, wie eine zarte HandDie Muskulatur, die den Brennstoff verbrenntDie Haut, die bei Fahrt zu schwitzen beginntMit dem Rad auf TourNoch namenlose Strecke nimmst du dirEgal, welches Rad und…Mehr

Sein und Bleiben

Von Jens Kotowski Und es trügt der ScheinDenn unter der friedvollen und reinen OberflächeTobt der Kampf, ein Kampf ums SeinUnd für das Bleiben wird geschlagen, getreten, gebissenSchützengräben ausgehoben, Armeen an Fronten gestelltGeschossen und Bomben geschmissenUnd wie weiter in einer humanen Welt?Ist sie möglich ohne wilde Wut und tiefem Hass?Zählt nur Reichtum und Herrschen?Regiert nur das…Mehr

14.6.98/10:20

Von Peter Lexa das strebennach ekstatischemaugenblick dem blauder tiefen seeder weitedes horizonts auflösungin wohlbefindensuhlenin bodenloser trauer unerfüllter wunschnicht gesättigtesehn-sucht * © 2022 Peter LexaAlle Rechte vorbehaltenMehr

22.8.98/08:30

Von Peter Lexa mein monogamer feigenbaumträgt nur einefrucht die lutsche ichalleine aus bin nie mehr auf der flucht * © 2022 Peter LexaAlle Rechte vorbehaltenMehr

Hinduistische Götter – meine Familie

Von Pawel Markiewicz A parter Gott Shiva besuchte gestern Kali im Tempel.B rahma trug bei Dämmerung die seinen vier Veden.C handika war die fürnehmste Tänzerin.D as Ramayana ist versilbert worden.E lefantenkopf geziemte nicht nur dem Gott Genesha.F ürnehme Kali hat Menschen beschützt.G ita wurde noch einmal niedergeschrieben.H anuman hat mehrere Affen gezüchtet.I ndra hat allerhand…Mehr

Christian Roßtäuscher

Von Susanne Ulrike Maria Albrecht Noch zu Napoleons Zeiten wurde im Jahre 1805 Christian Roßtäuscher außerhalb der damaligen Zweibrücker Stadtgrenze geboren. Sein Vater, Valentin Roßtäuscher, war aus Thüringen nach Zweibrücken gekommen und arbeitete als Zimmermann und Flößer. Die Mutter hieß Elisabeth, geborene Brennemann. Seinen Vater verlor der junge Christian schon mit neun Jahren. Er starb…Mehr

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