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Textmanege
das unabhängige Literaturmagazin.

Februar 2023

In eigener Sache

Von Redaktion textmanege.com Die offene Lesebühne textmanege.com macht auf Grund von Umstellungen eine Pause. Sie wird im März und April 2023 nicht stattfinden, sondern erst wieder im Mai 2023.

Anmerkungen zum literarischen Schreiben

Von Johannes Morschl Hier geht es nicht um praktische Vorschläge zum literarischen Schreiben, das so wie jedes künstlerische Schaffen ein Akt der Selbstverwirklichung und Selbstbehauptung ist, sondern um einige Anmerkungen dazu und ein wenig Wissen darüber. So wie bei jeder selbstständigen künstlerischen Tätigkeit tritt man beim literarischen Schreiben mit sich selbst in Begegnung. Dazu braucht…

Die Vernissage

Von Johannes Morschl An einem Freitagabend im Februar 2002 stand der junge Wiener Dichter Franz Gerstl vor der Galerie Mai in Berlin-Mitte. (1) Er zitterte vor Erregung. Nach fast zwei Jahren würde er Anna wiedersehen. Sie wusste jedoch nichts von seinem Kommen, er war unangekündigt gekommen. In den fast zwei Jahren hatte er an kaum…

Ödipus

Von Johannes Morschl Der Name des Mannes, der hier seine Geschichte erzählt, könnte Ödipus sein, denn seine Geschichte ist jener von Ödipus, wie sie von Homer, Sophokles und anderen erzählt wurde, in gewisser Weise ähnlich, auch wenn es einige nicht unwesentliche Unterschiede gibt. Ich wurde im Jänner 1941 in Wien geboren. Österreich gehörte damals seit…

WARUM?

Von Anna B. Nach Ende des II. Weltkriegs zog die Familie von Susanne aufs Land in den Osten Österreichs. Das Mädchen war gerade neun Jahre alt geworden. Sie ist ungetauft, die Eltern Kommunisten. In der Stadt war das nicht so besonders ungewöhnlich gewesen, es wurde kaum darüber gesprochen; die Genossen gingen ein und aus, in…

Glühwürmchen

Von Ani Nersesyan -Schau mich an, verdammt! Mitten auf der Straße bleibe ich stehen, die Hände zu Fäusten geballt. Deine herannahenden schweren Schritte hallen laut auf dem Betonboden inmitten dieser Totenstille. -Schau mich an. Ich spüre deine Wärme auf meinem Rücken. Deine Hände ruhen schwer auf meinen Schultern und versuchen mich zu dir zu drehen.…

Try Me

Von Ani Nersesyan Neige deinen Kopf nach hinten und schau in den Himmel: Kleine Feuerzeuge, die über den Nachthimmel verstreut sind, erhellen die dunklen Straßen der Stadt. Schau dir diese kleinen hellen Laternen an, sie sind wie Streichhölzer, bereit, mitten am Himmel ein Feuer zu entfachen – zünde einfach mindestens eines an und du wirst…

Erlöst

Von Lena Kelm Während eines sonntäglichen Mittagessens bei Tante Lotte in Berlin erlebte ich eine Situation, die sich genauso in mein Gedächtnis einprägte wie die mit der Mettschrippe.Der Sonntag begann wunderbar, ohne Mettschrippe zum Frühstück. Ich hatte die Peinlichkeit der Situation noch nicht ganz überwunden.Die Julisonne sendete freundlich ihre Strahlen vom blauen Himmel in Tante…

Unbekanntes Berlin

Von Lena Kelm Bestimmt hat jeder Berliner im Laufe des Lebens irgendwann die Entdeckung gemacht: Berlin gibt es überall auf der Welt. Kleinere und größere Orte unter dem Namen. Die Namensvetter unserer Hauptstadt. In der heutigen Ära der medialen Informanten wie Google Wikipedia und Co kein Wunder.Mich hat auf die Idee, über Berlin zu schreiben,…

Langes dünnes Rot

Von Regine Wendt Langes dünnes RotKalte NachtGesprungener Eisfilm über der PfützeSchneeregen füllt Wasser aufLegt Schlamm frei, DreckMondlicht wassergespiegeltVogelschreiRuhe ohne SinnDu hattest rechtEs ist zu spät Langes dünnes RotWir hatten den Winter nicht so früh erwartetWir hatten die Richtung verlorenAußen und innen kaltEs fließt und wärmt nicht mehrDas BlutDu hattest recht es war zu spätFür dich…

Füße

Von Regine Wendt Meine Freundin Martina ist zu Besuch. Seitdem ich diesen Riesenfernseher habe, sehen wir uns gelegentlich zusammen einen Film an, machen es uns dabei gemütlich. Heute -Pulp Fiction- von Quentin Tarantino. Sie hat ihn ausgesucht wegen der Füße.Nach einigem Zögern erklärt sie mir warum. Ich beschäftige mich mit Füßen. Mit Schuhen und auch…

Zartgrau

Von Monika Jarju Neben mir geht ein großer zartgrauer Mensch wie eine lebendige Idee von einem Mann, nach dem es mich immerzu verlangt die Arme auszustrecken, ihn zu umfangen, das Graue an ihm einzufärben. Meine Arme werden halbschwer vom Innehalten. Mit jedem Wort sagt er etwas, noch mehr und etwas anderes, während wir Straßen, Areale…

gehdichte

Von Alexander Reisenbichler 1. mendels vererbungsgesetze von meinem grossonkel habe ich nur die faehigkeit nicht pfeifen zu koennen geerbt 2. entbilderung geben sie sich mit den vokalen zufrieden wenn dieses wort keine andere berufung fuer sie bereithaelt 3. was liegt pickt, hat er beim schnapsen gesagt entlaestige mich von diesen fliegen woertern die sich nicht…

Schwere Reiter – immer weiter westwärts!

Von Michael Wiedorn An diesem sonnigen Januarsonntag ist es schon frühlingshaft warm. Ich bin voller trügerischer Hoffnung und laufe vom Hohenzollernplatz aus immer in Richtung Westen – immer westwärts, bis ich in unendlicher Zeit – ich bin schon längst beim Marsch verstorben – an der Atlantikküste ankomme. Mein vergehendes Leben hat ein klares Ziel. Ich…

Der Kanalräumer

Von Michael Wiedorn Er ist unten. Die Herren haben ihn hinunter in die Rohre verbannt. In den Gestank, den nur noch Ratten bewohnen. Ein kräftiges Tier springt aus dem Schritt des Arbeiters und eilt weg von dessen Körper. Das dicke, feste Gummi einer Watthose umschließt den schwitzenden Mann. Der Erniedrigte wird nie das fröhliche Leuchten…

Der Auftrag der Vögel

Von Michael Wiedorn Vögel fliegen am Himmel. Niemand sieht sie.Arbeitend in geheimer Mission.Der Himmel verschließt sich. Wolken toben.Die Mauer wird schwarz. Alles stirbt.Gestern habe ich alles beobachtet. Gestern ging noch alles.Der Fluss ist jetzt aus Glas.Das Blut stockt in den Venen. Purpurrotes, kaltes Glas klirrt.Ich bin kein Tier mehr.Ich stehe und warte.Sieben Jahre wird es…

Wie die Toten leben

Von Michael Wiedorn Es ist ein verschneiter Sonntagnachmittag in einem Altenheim in Moosach. Ich steige mit meiner sechsundachtzigjährigen Mutter aus dem Fahrstuhl. Ich öffne die verglaste Flügeltüre und wir betreten einen großen Saal, vollgestellt mit Tischen und Stühlen. Mehrere alte, allzu alte Menschen sitzen über den ganzen Raum verstreut. Haben sie den richtigen Zeitpunkt zum…

Ich schwimme, ich fließe

Von Michael Wiedorn Ich schwimme im Fluss, fließend aus der Badehose. Der Strom leuchtet azurn gegen die türkisenen Kacheln. Ich bin ein Fisch und tummle mich in der Flut. Wogend in den Wellen. Gischt spritzt und ein bleicher, steifer Körper treibt ins Meer. Hinaus ins Freie. Wogend im Tode. Leistungssportler grölen fröhlich und springen vom…

Und wenn nicht

Von Dorothea Lesche Dieser Schmerz in der Brust. Wie Krämpfe. Wie Schluchzen. Die Einsamkeit wie ein Schmerz in der Brust. Und um die Einsamkeit herum all die Menschen. Warum merkten sie nichts, all die Menschen.Von hier und von dort kamen die Menschen auf den Platz, aus der Septembersonne, aus der U-Bahn, von zu Hause, aus…

Der letzte Satz

Von Dorothea Lesche Meine Mutter fürchtete die Schlangen. So stand er auf dem Papier, der erste Satz. Für ihre Mutter wollte sie diesen Aufsatz schreiben. Thema „Ein Gefühl“, Abgabezeitpunkt 10:00 Uhr. Rechts oben an der Wandtafel lauerte die Zehn: eine Eins und eine Null, ein Doppelpunkt und zwei Nullen, eingekreist in Rot und Gelb und…

Wellen

Von Hannah Knaack-Völker Wellen. Wellen schaukeln. Wellen schwanken, schwanken wie das Leben. Das Leben ist nicht fest. Es steht nicht auf Granit. Es ist mehr wie eine Autobahn, die über Torf gebaut wurde. Nicht jeder, der darüber fährt, weiß um den Untergrund. Die, die Bescheid wissen, glauben vielleicht, dass das Bauwerk hält, dass es stabil…

Ferne

Von Hannah Knaack-Völker Ferne. Berge. Wälder. Wolken. Regen. Wind. Keine Lichter. Nur Ferne. Was macht ein solcher Ausblick mit einem? Um in die Zukunft zu gucken, ist es wichtig, in die Ferne zu gucken? Muss ich etwas wie Weite mit meinen Augen sehen, um den Horizont in meinem Leben zu sehen? Was passiert, wenn man…

Die Synkope

Von Delia Kassi Die Synkopeist es doch, die interessiert.Das Stolpern, Innehalten aus Versehen,die feine kleine Irritation,die aufhorchen lässt, mindestensein Zucken macht sie innerlichein Wanken, Zaudern. Und der Wechsel Triole, Duole,immer wieder ein Spaß.Ein Torkeln macht’s wie auchdie Wechsel im Takt, aus der Laune. Und die kleine Sekunde,die lieben wir weil sie schneidet,ritzt und beißtein klein…

Das blaue Bild

Von Barbara Gase Ines lief ins Badezimmer und ließ sich eiskaltes Wasser über die Pulsadern laufen. Ihr dünnes Long-Shirt klebte am Körper. Sie atmete durch den Mund, wischte sich die Schweißperlen von der Stirn und wusch die Farbe ab, die sich auf ihren Händen und Armen verteilt hatte. Ein blauer Strudel strömte in den Abfluss.…

Mehr Sein als Schein

Von Alexander Zar Henry sass an seinem Schreibtisch und verharrte wie eine Säule; es war wieder einmal Weihnachtszeit, die ihm gar nicht behagte und so zog er sich in seine Kammer zurück und wollte möglichst allen Begegnungen aus dem Weg gehen. Er lebte in einem recht kargen Appartement, das er sich gerade noch so leisten…

Wissen, das die Welt nicht braucht

Von Michael Kothe »Liebe Zuschauer, wir melden uns zurück aus der Werbepause. Hier ist die beliebte Quiz-Sendung ‚Wissen, das sie Welt nicht braucht‘. Ich bin Jünter Gauch, und mir gegenüber sitzt Jan Sprockhövel, der sich bis zur 10.000-Euro-Frage vorgearbeitet hat. – Herr Sprockhövel, sind Sie bereit für die 10.000-Euro-Frage?«»Klar! Bereit wie immer.« Siegessicher grinst der…

Kunst und Krempel

Von Michael Kothe Düster reckte sich die Villa über die mannshohe Ligusterhecke, gerade so, als wolle sie beobachten, was auf der anderen Seite im Nachtdunkel vor sich ging. Unbeugsam streckte sie dem Novemberniesel ihren Giebel entgegen. Gerade wie aus Trotz, weil er das gedämpfte Licht, das sich durch die Lamellen der Fensterläden quälte, zur Gänze…

Menschen. Leben.

Von Walther Stonet Der Mensch lebt nicht vom Brot allein! Nein, er muss handeln,Muss Gutes schaffen und dem Bösen wehren. Doch:Was immer er auch tut, er endet tief im Loch,Muss schließlich sich in jenen Lehm zurückverwandeln, Aus dem er einst gebacken durch sein Leben kroch.Er wird sich irgendwann mit irgendwem VerbandelnUnd liegt in Betten, fläzt…

Бахмут. Himmel. Blau.

Von Walther Stonet Der blaue Himmel spannt sich übers Land.Er segnet selbst die Hölle unter sich.Dort bomben sie sich tot, und der VerstandVerließ sie lange schon. Gelegentlich Fliegt eine Amsel durch den Fleischwolfschlund,Der sich hier aufgetan hat: FebruarWar’s, los ging’s ohne jeden guten Grund.Jetzt ist‘s ein Wintertag im Januar, Und keine kleine Wolke steht im…

Abschied im Anzug

Von Walther Stonet Der Anzug hängt zerknittert da. Wie ichIst er total und völlig durch den Wind.Ich weiß nicht, wie der letzte Satz beginnt.Ob sie‘s verzeiht? Ich bete flehentlich Zu allen Göttern, die mir gnädig sind:Ob’s einen gibt, das weiß ich leider nicht.Die Hände halte ich vor mein GesichtUnd weiß, dass im Moment mein Glück…

Zwiebelmania

Von Walther Stonet Herr Karl aus nem Vorort von ZossenHat kürzlich viel Tränen vergossen.Er schälte ne ZwiebelUnd die nahm das übel,Das hat beide ziemlich verdrossen. *  © 2023 Walther StonetAlle Rechte vorbehalten

An betung

Von Walther Stonet Der bei trag des nachrichten sprechers zerfledderte im rauschen des tornados Elms feuer auf kirch turmspitzen brachen ab & fielenunter die un gläubigen die ins kirchenschiff strömten des betens wegen In den erhobnen zeige finger des predigersfuhr der blitz & hielteine donnernde predigt Im gesang buch tanztendie noten zu „Ein festeBurg ist…

Flugmodus

Von Anke Meer Ok Handy, ich habe es geschafft dich heute wenigstens eine Stunde auszuschalten und sechs Minuten Flugmodus. Obwohl mich das Plakat an der Eingangstür vom Kindergarten täglich erinnert. Warum zum Teufel schmeiße ich dich nicht endlich in die Spree. Weshalb tun Smileys wieder so weh? Aus jetzt! Digital Püree. Speicherkarte SD, morgen bist…

Freundschaft

Von Markus Katzenmeier Erst nach den Entdeckungsreisen lauern die GefahrenWorte, Themen, Taten – fast immer mit VerfallsdatumSehr klein gedruckt Und plötzlich bist du wegUnd duUnd du auch Schuldlos war ich nieDennoch bleibt die Frage:Freundschaft, was ist das eigentlich? * © 2023 Markus KatzenmeierAlle Rechte vorbehalten

überall liegen die scherben herum -Aphorismen II

Von Gerald Marten  DAS  UNIVERSUM  IST  DER  GELUNGENE  VERSUCHEINES  IRRTUMS EIN  HAUFEN  SEKUNDEN  MACHEN  EINE  MINUTEEIN  HAUFEN  MINUTEN  MACHEN  EINE  STUNDEEIN  HAUFEN ZEIT  MACHT  EIN  LEBENEIN  HAUFEN  LEBEN  MACHT  EINE  SEKUNDE DIE  GIRAFFE  IST  EIN  SAURIER  IM  SCHAFSPELZDER  MENSCH  IST  EIN  AFFE  MIT  NOBELPREIS IHR  SEHT, WAS  IHR  GLAUBTABER  GLAUBT  NICHT, WAS  IHR  SEHT PFLICHT  IST  DIE  FLUCHTVOR  DER …

Undeutsch

Von Achim Koch BerlinMitte Es war ein regnerischer Tag im Mai, und ich dachte noch, bei dem Wetter würden sich nur wenige ins Zentrum wagen. Doch auch damit hatte ich mich geirrt. In der letzten Zeit hatte ich mich häufig geirrt. Oder mich irren wollen.Wer kennt sich selbst schon wirklich gut, will sich wirklich gut…

Welt

Von Marcus Nickel Ist ein Schmerz, eine Krankheit oder ein Unfall die Folge für menschliche Verfehlungen, für Untaten oder gar Verbrechen? Und wie verwerflich wäre es, dies einem verletzten oder kranken Menschen an den Kopf zu werfen? Wie man es nennen will, ob Schicksal, Karma, Zufall, hängt von der persönlichen Einstellung ab. Ich sage jedenfalls,…

wirken lassen

Von Philip Bartetzko Wir müssen lebenUnd Leben wirken lassen.In uns seinUnd auch den Schmerz zulassen.Keine Furcht vor Selbsterkenntnis –Keine Zweifel an dunklen, scheinbar lichterlosen Tagen –Die Hoffnung, die im Inneren begründet ist –Die Faszination, die uns nicht loslässtKann uns durch den Nebel tragen. –Große, wilde Liebessagen – welche die Zeit anhaltenWährend andere Sterne auch den…

Common Blackbird

Von Jens Kotowski Obsidianschwarzes GefiederLeuchtend gelber SchnabelGelber Ring um AugenliderKräftig glänzen die Flügel Gerade noch leiser GesangSchon der Hahn zum Kampfe bereitGestern! Heute ohne BelangFür Braut und Brut wird es bald Zeit Weiterhin lenzfreie WochenIn einem noch jungen JahrWinterruh ist durchbrochenUnd Amsel hat ihr Revier längst klar * © 2023 Jens KotowskiAlle Rechte vorbehalten

Der grüne Gründer

Von Max Schatz Der hinter seinen Ohren grüne Gründerkann den omnipräsenten Bildschirmensich kaum noch widmen, stampft wie wild Firmenaus kargem Boden, stopft kritische Münder mitnichten, hat sich registriert bei Tinder,Papiere sich zu einem Schild türmenauf seinem Schreibtisch, Burnout killt Birnender Mitarbeiter, buhender wie Rinder. Die Flut von Daten, doch kein Daten; Lieben –komplett ein Märchen.…

9.4.00/12:15 grinzinger friedhof

Von Peter Lexa das frühlingserwachen schmerztist nicht mehr teilbardu liebtest alles, was wächst, so sehr grau die tageeinsam die nächtedu bist nicht mehr verdrängt ist, was uns trenntealler hader dahin hoffnung auf neues lieben? – der sportliche grauschopf der eben vorüberging! * © 2023 Peter LexaAlle Rechte vorbehalten

damals

Von Franz Niemand ganz ohne spracheim walzertaktmit glasaugenvoller sehnsuchtdurch abgründetraumatischer tiefgangzügellos poetischeseefahrtenmit schlingen um den traumdas gruftige jubiläum derbrüchigkeitdes aufrüttelnden kussesdes alptraums damals unendlichin vergessenheit gesunken * © 2023 Franz NiemandAlle Rechte vorbehalten

zerschredderungen

Von Heinz Erich Hengel schredderung I:im schredder-shop die maschinen surren oft es kracht, als würden knochen brechen auch wenn es noch vieles gäbe zu besprechen: das surren ist von kurzer dauer bis die festplatte ist zerhackt nicht aber ists das hacken > es ist das schreddern… und das zählt zerschredderte knochen in einem brei von…

Kleines Essay an Silvester

Von Pawel Markiewicz Ich spüre eine unendliche Wonne, die mir ein Geist des Silvesters schenkt. Ich kann einfach zärtlich den Engeln die Seele geben. Ein Zauber des Abendrotes erwacht in meinem Innern. Die Ewigkeit ruft nach einem Traum, der soanmutig glitzert. Der Flimmer der Sehnsucht offenbart eben pompöse Erfüllung, zu Silvester. An Silvester fließendie Gedanken…

Beide Pachamamas

Von Pawel Markiewicz Der Duft mehliger Äpfel bei Oma bestrickte jeden schlechthin. Meine Großmutter war die erste große Pachamama für unsere Familie und meine Träume. Sie pflegte einen zaubervollen Obstgarten, in dem viele Sorten von Apfelbäumen über den Lenz aufblühten und Früchte im Spätsommer oder im Frühherbst trugen. Und die Ontologie der Äpfel war der…

Drei Limericke

Von Pawel Markiewicz Wegen einer Betörung durch den Apfelzauber schrieben: die Oma (alte Pachamama) einen Limerick über die Philosophie, die Mutter (junge Pachamama) einen Limerick von der Dichtung sowie eine Made, der Spiegel von Pachamamas, einen Limerick über den Nationalismus in dem Apfel nieder. 1. Der Limerick über die Philosophie Die Ontologie tanzt mit Geistern.Mit…

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